Evangelische Gesamtkirchengemeinde Tuttlingen

Erlöserkirchengemeinde Wurmlingen

Die evangelische Kirchengemeinde in Wurmlingen ist eine junge Gemeinde.

Vor 100 Jahren lebten im traditionell katholischen Wurmlingen gerade mal elf, 1936 siebzig Evangelische. Erst durch die vielen, größtenteils evangelischen Flüchtlinge, die nach dem 2. Weltkrieg auch nach Wurmlingen kamen, entwickelte sich eine kleine evangelische Gemeinde. 1954 wurde - mit viel Eigenarbeit und mit Unterstützung aus dem Ort - die Erlöserkirche erbaut. Inzwischen umfasst die Evangelische Kirchengemeinde Wurmlingen mehr als tausend Gemeindeglieder und ist die kleinste der fünf Teilgemeinden der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Tuttlingen. Jung ist die Gemeinde auch in anderer Hinsicht: Viele junge Familien sind in den letzten Jahren nach Wurmlingen gezogen. Mit zahlreichen Taufen, Familiengottesdiensten und Angeboten für Kinder prägen sie heute das Bild einer jungen, wachsenden Kirchengemeinde.

Zur "Tradition" hat sich in Wurmlingen die ökumenische Zusammenarbeit entwickelt. Dazu gehören neben zahlreichen ökumenischen Gottesdiensten, z.B. zum Dorffest, zum Weltgebetstag oder zum "Fünfzigerfest", auch eine jährliche gemeinsame Sitzung der beiden Kirchengemeinderäte.

 

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Die Geschichte der Erlösergemeinde

Vor dem 2. Weltkrieg herrschte in Wurmlingen ein großer Konfessionsunterschied. Gerade einmal siebzig evangelische Christen gab es zu dieser Zeit in Wurmlingen. Sie gehörten der Gemeinde Tuttlingen-West an und besuchten entweder dort oder in Rietheim den evangelischen Gottesdienst. Im Laufe des Krieges kam eine größere Zahl evangelischer Christen als Flüchtlinge und Vertriebene nach Wurmlingen und die evangelische Gemeinde wuchs so schnell an, dass 1950 bereits 331 evangelische MitbürgerInnen in Wurmlingen lebten.

Für die evangelischen Wurmlinger war in dieser Zeit Herr Pfarrer Länge aus Tuttlingen zuständig. Wie heute gerne noch erzählt wird, fuhr Pfarrer Länge sonntags im Talar, entweder auf dem Fahrrad oder dem Moped, nach Wurmlingen und erinnerte die Menschen daran, zum Gottesdienst zu kommen. Der evangelische Gottesdienst fand zu Beginn im Schloss, der heutigen Grundschule, statt. Bald gaben Herr Pfarrer Länge und der Gemeinderat Malermeister Eberhardt jedoch den Anstoß für die Überlegung, in Wurmlingen eine eigene Kirche zu bauen. Dieses Vorhaben wurde, Dank der unentgeltlichen Überlassung eines Bauplatzes von Seiten der Gemeinde Wurmlingen, vom 28.7.1953 (Grundsteinlegung) bis zum 11.6.1954 (Einweihung) in die Tat umgesetzt. Möglich war es jedoch nur durch das große Engagement und die große Spendenbereitschaft von Seiten der Kirchengemeinde und auch der Ortsgemeinde. Handwerker arbeiteten zum Teil unentgeltlich, Sachspenden von Privatpersonen und Firmen trafen ein und die Mitglieder der Kirchengemeinde arbeiteten so viel wie möglich in Eigenleistung. Der Name „Erlöserkirche“ kam von Pfarrer Länge, der den Namen der Kirche im Gemeindeblatt vom August 1974 damit begründete, dass uns im Glauben an den Erlöser immer wieder die Möglichkeit zum Neuanfang gegeben wird.

 

Das zur Kirche gehörige Gemeindehaus im Untergeschoss entstand erst 1970/71.

 

Die Erlöserkirche gehörte zunächst weiter zur Gemeinde Tuttlingen-West. Eine eigene Pfarrstelle für Wurmlingen wurde erst 1979 bewilligt. Damit der Pfarrer auch vor Ort wohnen konnte, wurde von 1979 bis 1982 das Pfarrhaus auf die Wiese hinter der Kirche gebaut. Der erste eigene Gemeinderat für die Erlösergemeinde Wurmlingen wurde am 12.11.1989 gewählt.

 

Seit Beginn des Jahres 1990 gehört Wurmlingen als eine von fünf Gemeinden zur Gesamtkirchengemeinde Tuttlingen.

 

Evangelische Gesamtkirchengemeinde Tuttlingen

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